hunch.com – Entscheidungshilfe online

January 5th, 2010

Das Ehepar Flickr hat  seit einiger Zeit ein neues Spielzeug. Es hört auf den Namen hunch.com und liefert Antworten.

Hunch – zu deutsch Intuition, Ahnung, Vorahnung – will Ratgeber sein bei Problemen, Entscheidungen und Alltagssorgen, mit denen wir uns täglich rumschlagen.

Statt Fragen zu posten, die von der Community dann geradeaus beantwortet werden, wie es z.B. ein Yahoo! Answers sehr erfolgreich betreibt, präsentiert Hunch Frage & Antwort-Spielchen. Im multiple-choice-Verfahren werden Fragen gestellt, die Wahl meiner Antworten wird ausgewertet und summa summarum als Prozentwert für oder gegen die eine oder andere Entscheidung ausgeworfen.

In der Praxis sieht das dann so aus – auf die Frage, “ob ich mir ein iPhone zulegen soll”, fragt mich Hunch “ob ich mir das leisten kann”, “ob mein Job es erforderlich macht ständig online zu sein” oder “ob ich häufig SMS verschicke” (letzteres führt lustigerweise dazu, dass der Prozentsatz für “Ja kaufen” um 15% abfällt …).

Die Fragen beantworte ich brav mit ja oder nein, hier und da wähle ich aus anderen Optionen aus. Nach 10 bis 15 Fragen steht das Ergebnis fest – in diesem Fall ja, kauf dir ein iPhone, womit Hunch in meinem Fall 100%ig daneben liegt.

Und genau da liegt das Problem – die einzelnen Fragen werden von Usern angelegt, ebenso legen diese eine Gewichtung der angebotenen Antworten in der einen oder anderen Richtung fest.

So taucht im Falle des iPhone-Beispiels doch tatsächlich die Frage auf, ob mich meine Mitmenschen für “successful & admirable” halten oder alternativ für “original & unique”. Was der Autor dieser Fragen damit suggerieren will, jagt mir kalte Schauer über den Rücken und die Optionen “last fucked in 2002″ und “unsuccessful poser” suche ich natürlich vergeblich.

Das Wikipedia-Problem der ersten Jahre hat Hunch nicht im Griff – Herkunft und Zustandekommen von Fragen und Wertungen bleibt intransparent und schleierhaft. Die so schlicht und nüchtern präsentierten Fragen, sind objektiv betrachtet oft völliger Humbug, dagegen sind die Kommentare unter den Fragen so manches Mal hilfreicher als das quählende Frage-und-Antwort-Spielchen.

Am Ende wird aus Hunch so dann doch nur eine weitere Variante des Yahoo-Klassikers, wenn auch mit bisweilen spaßigem Geklicke zwischendurch.

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Twitter im Werbebanner

January 5th, 2010

Twitter ist nach wie vor in aller Munde – in Deutschland zwar immer noch meilenweit vom Mainstream entfernt, aber immerhin entwickelt die Werbung allmählich ein Gespür für den Umgang mit ’social media’.

In diesem Fall die Agentur TBWA Berlin, die den Einsatz von Tweets im Rahmen von Werbebannern ersann. Kunde war in folgendem Beispiel Absolut Wodka.

Die Kampagne läuft jetzt schon einige Zeit, da ich bislang aber noch nichts Ähnliches gesehen habe – was aber auch an meinem feinjustierten Ad-Blocker liegen könnte – wollte ich euch das Teil mal als Inspiration mit auf den Weg geben.

Ich durfte damals bei der Umsetzung ein wenig helfen, weiß trotzdem aber auch nichts über Erfolg oder Mißerfolg des Banners.

So sieht er aus:

Twitter-Stream ist in diesem Fall der Account des Wolfmother-Sängers Andrew Stockdale, die Fütterung erfolgt nahezu live.

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3 Prognosen für 2010

January 4th, 2010

Das neue Jahr schreit nach gewagten Prognosen, im Folgenden also überschaubare 3 Prognosen für Tarrot-Begeisterte, um Ergänzungen wird gebeten.

Prognose 1: spotify
Auch in 2010 wird der Musik-Streamingdienst in Deutschland nicht nutzbar sein, der deutsche Blogger wird sich dennoch auch in diesem Jahr vor Begeisterung überschlagen, wenn es darum geht seine “Erfahrungen” mit spotify zu schildern.

Prognose 2: Techcrunch
Im Laufe des Jahres 2010 wird es nur ein einziges deutsches Startup schaffen, bei Techcrunch einen Launch-Artikel abzustauben und damit Ruf und Ehre des Internet-Innovations-Investitions-Standorts Deutschlands wiederherzustellen. Der Abstauber muss lediglich 3 Bedingungen erfüllen:

  • Firmensitz in Deutschland (Baden-Württemberg zählt auch …)
  • bisher keine Nennung im Rahmen eines Techcrunch-Artikels (umfaßt sämtliche TC-Blogs)
  • das Wörtchen ‘clone’ – gebraucht als Verb, Substantiv oder anderweitig, egal ob mit Bezug auf auf das eigene Startup oder ein anderes darf nicht im Artikel vorkommen

Prognose 3: Google Wave
Larry Page tritt vor die Presse und entschuldigt sich für die “Eskalation der Email”. Der Schockwellensender sei Ergebnis einer Wodka-ertränkten Nacht gewesen. Das anschließende

+++ DO NOT GO WUBLIC WITH PAVE +++ IT’S TOTAL CRAP +++

Memo sei offensichtlich mißverstanden worden.  Namentlich entschuldigt er sich beim Internet Experten Seibert “from Germany” – man hätte nicht ahnen können, dass Google Wave in Deutschland so ernst genommen würde. Gleichzeitig dankt er Mike Arrington dafür, dass er keinen Amerikaner hat derart ins offene Messer laufen lassen.

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Guten Rutsch!

December 31st, 2009

Kommt mir gut rein …!

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iplotz.com – endlich sexy Wireframes

December 31st, 2009

Der Jahreswechsel steht kurz bevor, die Gedanken kreisen. Geht es euch wie mir, dann sind die letzten und ersten Wochen im Jahr höchst kreative Tage. Die ganzen neuen Services, die es in 2010 zu releasen gilt, all die lässigen Facebook – und iPhone-Apps.

Wenn es dann an die Umsetzung geht, ist Wireframing oft ein Thema. Das schnelle Skizzieren oder der fix gebaute Prototyp sind oft hilfreiche Tools, gerade in den frühen Entwicklungsphasen. Wie man Wireframes baut, darüber scheiden sich die Geister. Die einen bauen HTML-Gerüste, andere schwören nach wie vor auf Papier, Blei – und Klebestift, wieder andere machen alles im Photoshop und gerade Projektmanager verwenden gerne urhäßliche Windows-Software.

Mit iPlotz.com bin ich irgendwann auf einen Service gestossen, der mir viele Aufgaben beim Wireframing abnimmt. In einer einfach zu handhabenden Drag&Drop-Umgebung lassen sich aus Web- und iPhone-Paletten blitzschnell ganze Services zusammenklicken. iPlotz liefert dann adhoc klickbare HTML-Konstrukte.

iplotz.com Wireframes

Die schicken Styles (zumindest Pen &Paper ist grandios geworden) lassen die Wireframes sofort präsentierbar erscheinen. Das Vorzeigen funktioniert dann auch ebenso einfach – ganz ohne Email-Versand – wer will gibt seine Frames für bestimmte Nutzergruppen frei – Betrachter müssen sich nicht registrieren, können aber trotzdem Kommentare hinterlassen.

iPlotz will noch mehr – eigentlich will man irgendwann als Komplett-Begleiter für die gesamte Entwicklungsarbeit herhalten. Erste Features in diese Richtung sind Teil eines derzeit noch sehr rudimentären Projektmanagementsystems, mit dem ich zumindest im Moment noch nicht viel anfangen kann.

Die Kernkompetenz der iPlotz-Macher liegt offensichtlich beim Wireframing und dafür hat man eine ganz hervorragende Lösung geschaffen. iPlotz ist für kleine Projekte kostenlos – mit unbegrenzter Projektanzahl kostet es ein paar Dollar im Monat – die passende Air-Anwendung für den Offline-Einsatz kommt frei Haus.

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Hier läuft doch was krumm …

December 30th, 2009

Ich bin gerade durch Zufall auf das hier gestoßen:

Das war 2006(!) - ich frag mich gerade, was aus diesem unglaublichen Enthusiasmus geworden ist, sich einfach crazy Dinge auszudenken und quasi adhoc umzusetzen.

myHolyCrib ist längst Geschichte und in den Weiten des Internets nicht mehr aufzufinden – aber damals schickte sich YouTube gerade an groß zu werden und die Leute begannen sich daran zu gewöhnen ganze Simpsons-Staffeln im Netz sehen zu können, oder die ganze Palette Nirvana Videos – frei Haus und zumindest irgendwie semi-legal.

Ich hab damals in endlos langen Nächten an dem Teil rumgeschraubt – die Idee war so eine Art Agregator für Videos in einer fancy Drag&Drop Umgebung – jQuery gab es übrigens noch nicht, damals half Walter Zorn – und an Exit-Strategie hat da auch niemand gedacht – der Ritterschlag wäre ein Artikel auf Techcrunch gewesen.

Ich erinnere mich an den Besuch von Nachbarn und Freunden zu den unmöglichsten Zeiten – sie brachten Bier und Manöver-Kritik, an Sex zwischen offenen PC-Gehäusen und Support-Battles mit mediatemple  - das ganze war eine helle Freude und irgendwie eine geile Zeit.

Das ist jetzt kaum 3 Jahre her und irgendwie ist der ganze Zauber dieser Zeit verflogen – heute finde ich mich dabei wieder, in einem Affenzahn die xte App ins Facebook zu pumpen – ich arbeite immer noch für Startups, aber auch da weht jetzt ein anderer Wind – kreativ ist allenfalls der Hausmeister, die Euphorie über über- oder besser bestandene Finanzierungsrunden ist dem ewigen schnell, schnell gewichen – scheinbar ohne großen Widerstand.

Die Investoren wollen das, die Partner sind unzufriedem mit dem, die Gesellschafter haben beschlosssen, blablabla …

Mal ganz ehrlich – wen interessiert das? Irgendwie ist hier ein Geist eingezogen, der den Erfolg im Netz planbar erscheinen läßt – offensichtlich hat irgendeiner dieser Investoren, Partner, Gesellschafter die geheime Zutat gefunden, den ganzen Haufen steinreich zu machen – träumt weiter, oder besser – träumt anders! Rückt eure Ziele gerade – vergeßt diesen ganzen ‘Ich bin Unternehmer …’ – , ‘Ich trage Verantwortung…’ – Mist mal bitte für ein paar Tage, ich flehe euch an!

Versuchts doch mal wieder Old-School: 3 Buddies, ein bisschen Hardware, immer der Nase nach – schön laut zoffen und bei 14,15 Bierchen wieder versöhnen, keine Angst vor Fatal Errors und Datenverlust, finanziell am Limit und Riesenspaß dabei!

Die Chance dabei was zu reißen ist mindestens genau so hoch, wie die es ‘als echter Unternehmer’ zu packen – der Unterschied ist der, dass deine Hände nicht zittern wenn dein iPhone vibriert, weil dein letztes Reporting suckt.

Denkt drüber nach … gute Nacht.

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Pinkeln im Kino – runpee.com

August 13th, 2009

Blasendruck im Kino – ist es erstmal soweit, fallen schwierige Entscheidungen an. Soll ich überhaupt? Wenn doch, wann genau? Etwa jetzt?

Niemand tut sich freiwillig Transformers an, nur um ausgerechnet in der Szene, in der Megan Fox ihren smarten Hintern in die Kamera reckt, in gefliestem Ambiente den Jürgen zu würgen.

Pinkeln im Kino - runpee.com

Pinkeln im Kino – runpee.com

Passiert auch nicht mehr – dank runpee.com. Der Service bietet Timelines zu nahezu allen aktuellen Kinofilmen, auf denen zu sehen ist, wann das Wasserlassen Sinn macht und wann auf gar keinen Fall. Abhängig vom jeweiligen Film zeigt er manchmal 3, manchmal 5 oder mehr Slots, in denen man gefahrlos den Saal verlassen kann.

Besser noch - runpee.com bietet zusätzlich noch eine Zusammenfassung dessen, was während des Toilettengangs im Film passiert ist. Um der Spoiler-Gefahr vorzubeugen, sind diese Texte zunächst nur Buchstabensalat, werden aber auf Knopfdruck lesbar.

Richtig Sinn macht das Ganze dann auf dem iPhone (andere Mobile-Versionen sind in Arbeit). Die runpee App funktioniert denkbar einfach. Mit Filmbeginn ‘Start’ drücken, um einen Timer in Gang zu setzen. Per Vibra-Alarm wird man dann mit 2 Minuten Vorsprung geräuschlos daran erinnert, dass jetzt Zeit ist, die aktuelle Sitzsituation näher zu analysieren.

Nach 30 Jahren Internet ist nun endlich auch dieses Problem aus der Welt geschafft – na dann mal Wasser marsch!

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Wieder unter den lebenden

August 13th, 2009

Lang, lang ist es her, dass der Webvogel zuletzt geflogen ist. Viel ist passiert in der Zwischenzeit – werde bei Gelegenheit mal abschweifen.

Ich habe für mich beschlossen meinen ganzen Web-Kram mal wieder auf Vordermann zu bringen – los geht’s mit dem Vogel.

Diesmal gehen wir das Ganze um einiges gelassener an. Klar geht es ums Web, um Startups natürlich auch, mit gemässigt-grosser Klappe da wo es sein muss, hoffentlich immer spassig und mit zwinkerndem Auge.

Bald nähert sich mein 5jähriges Berlin-Jubiläum, von daher wird auch meine Hauptstadt immer mal wieder Thema sein – ich trau mir auch zu ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wenn es um Web Design, Web Apps im weitesten Sinne und das Leben in Berlins niedlicher Startup-Szene geht.

Was man nachts so in dieser Stadt erlebt/erleben kann, die Musik und nicht zuletzt meine Sneaker-Leidenschaft werde ich hier quasi auch verbal verarbeiten.

In diesem Sinne – welcome back!

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